Okulare richtig reinigen – schonend & effektiv

Okulare richtig reinigen – schonend & effektiv

Okulare reinigen: Wie ist’s richtig? Die Reinigung soll schonend für die Okular-Linsen und die Vergütung der Linsen sein, aber dennoch effektiv und wirksam. Welche Reinigungs-Flüssigkeit für Okulare ist empfehlenswert und gut? Welche Putztücher verwendet man zur Okularreinigung am besten und wie geht man bei der Reinigung der Okulare am besten und schonensten vor?

Durch unsere vielen Sternführungen, die ja oftmals auch mit Teleskopen stattfinden, haben wir seit Jahren permament mit Staub und Fett verschmutze Okulare zu reinigen. Da wir ausschließlich Großferngläser/Binos im Einsatz haben, fallen obendrein auch noch doppelt so viele Reinigungen von Okularen an. Wir geben Ihnen mit dieser Anleitung zur Okular-Reinigung unsere Erfahrungen wieder und zeigen, wie wir unsere Okulare gut und effektiv reinigen. Das Ganze ist kein Hexenwerk – zumindest wenn man einige Tipps und Kniffe berücksichtigt.

Wann sollte man Okulare reinigen?

Fett auf der Okular-Linse ist Gift für die Vergütung der Linse und das sollte man möglichst schnell (und nur in Form einer feuchten Reinigung) vom Okular entfernen. Gleiches gilt für Verunreinigung durch Pollen. Mäßige Staubverunreinigungen auf der Linse sind hingegen einigermaßen unproblematisch. Sie verursachen kaum bis keine optischen Beeinträchtigungen beim Beobachten. Es kann allerdings zu Mikrokratzern auf der Okular-Linse kommen, wenn man versehentlich über eine solch‘ verunreinigte Linse mit dem Finger, dem Ärmel oder sonst einem Stück seiner Kleidung o.ä. etwas zu fest wischt. Deswegen sollte mann die Linsen zumindest immer wieder „entstauben“/“abstauben“. Und zwar am besten mit einem dafür geeigneten Blasebalg (siehe weiter unten). Da so eine feuchte Reinigung von Okular-Linsen mit dem richtigen Equipment aus unserer Erfahrung aber leicht und relativ unproblematisch ist, empfehlen wir verschmutze Okulare relativ zügig (feucht) zu reinigen. Grundsätzlich gilt aber: je öfter und jeweils länger man auf den Linsen herumwischt, desto größer die Gefahr, dass man doch kleine Schäden (Mikrokratzer, Beschädigung der metallischen Vergütung) anrichtet und es so zu entsprechenden Beeinträchtigungen beim Beobachten kommen kann( Kontrastverlusten, Lichteinbußen, Reflexionen). Immer gilt: Nie sollte man mit einem Tuch trocken auf einer Linse herumwischen, die zuvor nicht gründlich von Staub abgeblasen/befreit wurde und fettfrei ist. Wir reinigen ausschließlich feucht.

Welche Flüssigkeit zur Okular-Reinigung? „Optical Wonder“, Glasreiniger, Spiritus?

Welche Reinigungsflüssigkeit ist empfehlenswert?“ … Das werden wir sehr oft gefragt. Viele empfehlen „Optical Wonder“ und andere fertig gemischten Mittelchen. Diese sind im Verhältnis aber nicht nur alle recht teuer (obwohl eigentlich nichts Teures drin ist), sondern zeigen aus unserer Sicht und Erfahrung auch keine 100% zufriedenstellende Reinigungs-Ergebnisse. „Optical Wonder“ z.B. hinterlässt fast immer Schlieren auf der Linsenoberfläche, die teils erst nach ein paar weiteren Reinigungs-Durchläufen endgültig verschwinden. Um Mirkokratzer zu vermeiden, sollten Okular-Linsen jedoch mit möglichst wenig Reinigungs-Durchgängen belastet werden. Bezogen auf das Kosten-/Nutzenverhältnis können wir solche Okular-Reinigungsflüssigkeiten, wie „Optical Wonder“, nicht empfehlen. Von handelsüblichen Glasreinigern und (Brenn-)Spiritus zur Okular-Reinigung sollten Sie unbedingt die Finger lassen! Sowohl im Glasreiniger als auch im Spiritus steckt zwar Alkohol. Zumeist Ethanol. Doch dieser ist vergällt. Das machen die Hersteller bewusst, damit keine Alkoholsteuer auf das Produkt fällig wird. Zudem sind fast allen Glasreinigern (aus Drogeriemärkten) bestimmte Flüssigkeiten/Substanzen zugesetzt (z.B. extreme Bitterstoffe), die kleine Kinder daran hindern sollen, Glasreiniger zu trinken. Was genau in den Glasreinigern alles enthalten ist, erfährt man mehr oder minder nicht. Ammoniak oder irgendwelche Säuren, die durchaus in machen handelsüblichen Glasreinigern enthalten sind, greifen definitiv die Vergütung der Okular-Linsen an. Darum raten wir ab, mit Glasreiniger Okular-Linsen zu reinigen und säubern. Beim Spiritus kommt hinzu, dass dieser (bzw. die enthaltenen Vergällungsmittel) die Glasoberfläche bei der Reinigung angreift. Man sieht das wunderbar auf Fensterscheiben in Haushalten und auch auf Autoscheiben, bei denen öfters Spiritus zur Reinigung zum Einsatz kam und kommt. Die Scheiben bekommen (schräg gegen das Licht betrachtet) mit der Zeit regebogenfarbene Schlieren, die nicht mehr entfernbar sind. Der Anblick dieser regenbogenfarbenen Schimmer sieht Benzin nicht unähnlich, das in einer Pfütze schwimmt.

Unsere klare Empfehlung zur Okularreinigung: Ethanol (90%) aus der Apotheke!

Wir kennen nichts Besseres, als Okular-Linsen mit Ethanol zu reinigen. Und zwar mit reinem Ethanol (=Alkohol) und somit ohne Zusatz irgendwelcher Vergällungsmittel. Dieser reine Ethanol reinigt Okular-Linsen exzellent und rückstandslos; hinterlässt also keinerlei Schlieren, Streifen usw. auf den Okularen und greift zudem die Vergütung der Okularlinsen nicht an. Wir nutzen seit Jahren ein Gemisch aus 90% Ethanol und 10% destilliertem Wasser, das man sich von Apotheken z.B. in 500 ml Flaschen abfüllen lassen kann. Man sollte beim Kauf allerdings unbedingt dazusagen, dass man reinen Alkohol möchte, also Ethanol, ohne Zumischungen von irgendwelchen Vergällungsmittel. Das bekommt man dann auch – muss allerdings mit einem Preis von etwa 20 Euro für so eine Menge rechnen, weil die Alkoholsteuer in diesem Fall zu bezahlen ist. So eine Menge hält aber dann auch ein paar Jahre und dadurch ist das Kosten-/Nutzenverhältnis extrem gut. Zur Okularreinigung füllen wir uns das Ethanol mithilfe einer großen Spritze in 100 ml Sprühflaschen um (die ebenso in Apotheken erhältlich ist). Damit können bedarfsgerechte Mengen sehr gut und sparsam dosiert werden.

Isopropanol oder Ethanol zur Okular-Linsen-Reinigung: was ist besser?

Isopropanol (auch 2-Propanol oder Isopropylalkohol genannt), kurz IPA, wird auch von vielen zur Okular-Linsen-Reinung benutzt. Das Problem scheint zu sein, in welchem Mischungsverhältnis mit destilliertem Wasser man Isopropanol zu kaufen bekommt. Denn je nach Wassergehalt des Gemisches kann es passieren, dass einem mit Isopropanol einige Schlieren nach der Okular-Reinugung auf der Linsenoberfläche verbleiben. Unsere Erfahrung zeigte, dass der Kauf von angeblich reinem Isopropanol (also 100%igem IPA) nicht unbedingt auch wirklich ganz rein zu sein scheint (denn es trat deutlich Schlierenbildung auf). Bei 90%igem Ethanol zeigte sich über all die Jahre keine Schlierenbildung; selbst wenn der Ethanol schon 3 Jahre verschlossen in der Flasche stand und somit sicherlich auch Wasser aus der Umgebungsluft zog. Hinzu kommt, dass Ethanol einen höheren Dampfdruck als Isopropanol hat und somit schneller verdunstet. Auch das wirkt sich vorteilhaft bei der Okular-Linsenreinigung mit Ethanol aus. Deshalb lautet unsere Empfehlung zur Okularreinigung: reinen Ethanol (90%) benutzen.

Destilliertes Wasser zur Okularreinigung?

Ja, das kann man machen. Wobei wir dann empfehlen, sich in der Apotheke echtes destilliertes Wasser zu besorgen. Denn das sogenannte destillierte Wasser, das man in Supermärkten, Baumärkten oder Drogerien günstig in Kanistern kaufen kann, ist „nur“ entmineralisiertes (bzw. demineralisiertes) Wasser; also nicht wirklich durch aufwendige Destillation gewonnen. Es sind dort ggf. noch unerwünschte „Reste“ im Wasser enhalten (organische Stoffe, Verunreinigungen von den Austauscherharzen). Früher haben wir alle unsere Okulare nach dem Staubabblasen im ersten Schritt mit echtem destillierten Wasser (aus der Apotheke) gereinigt und erst im letzten Schritt dann mit Ethanol. Doch seit einigen Jahren lassen wir die „Vor“-Reinigung mit destilliertem Wasser weg und reinigen nur noch mit Ethanol. Die Ergbenisse sind die selben und vor allem entfällt dadurch ein kompletter Reinigungsschritt pro Okular. Und sicher ist, dass jeder Reinigungsschritt, der entfällt, gut für die Okulare und die Vergütungen ist.

Equipment zur sicheren und effektiven Okular-Reinigung

Equipment zur Okularreinigung

Viel ist nicht notwendig, um Okulare gut reinigen zu können. Wir nutzen seit Jahren dieses Equipment:

+ Blasebalg mit integriertem Staubfilter (Fa. eyelead, Air Blower L)
+ Fuselarme Labor-Wischtücher für sensible Oberflächen (Kimberly, #7552)
+ Ethanol (90%, rein), aus der Apotheke
+ Nachfüll-Sprühflasche (z.B. 100 ml), aus der Apotheke
+ Große Spritze zum Umfüllen des Ethanols in die Sprühflasche
+ Ggf. Kosmetikstäbchen aus Baumwollwatte bei hartnäckiger/punktueller Verschmutzung

 

Ein MUSS ist ein Gerät zur Entfernung von Staubpartikeln auf der Linsenoberfläche. Man kann dazu einen Pinsel nutzen. Allerdings ist unserer Meinung die Gefahr dabei etwas zu groß, dass man bei zu großem Druck auf den Pinsel evtl. die Linsen-Oberfläche mit Mikrokratzern beschädigt, vor allem, weil dass sich im Pinsel Reste (Staubkörner) der letzten Reinugung befinden (können), die man dann auf der Linse verteilt/verschmiert und immer wieder mitschleppt. Darum empfehlen wir zur Okular-Linsen-Vorreinigung einen qualitativ hochwertigen Blasebalg. Einer der besten, die wir kennen, ist der Air Blower L, der deutschen Firma eyelead. Er ist hinteren Ende mit einem integrierten Staubfilter ausgestattet, so dass nur gefilterte, also staubfreie Luft auf die Linsen geblasen wird. Nutzen Sie bitte nur solche Blasebalge.

Beste Erfahrungen haben wir mit den Labor-Wischtüchern der Firma Kimberly-Clark gemacht, die wir auch in unserem Shop anbieten (► Kimberly 7552 Labor-Wischtücher, Kimtech). Diese speziell zur Reinigung von sehr sensiblen Glasoberflächen entwickelten, sehr fusselarmen Tücher reinigen die Okularlinsen sehr gut, zuverlässig und vor allem sicher. Diese sehr dünnen Tücher werden aus 100% Zellstoff-Fasern hergestellt und sind deshalb besonders weich und saugstark. Aus unserer Sicht sind Mikrofasertücher zur Okularreinigung nicht so empfehlenswert, weil man für gute und sichere Ergebnisse am besten immer ein ganz neues Tuch braucht. Schnell nutzt man zum Säubern von Okularen nämlich ein bereits benutzes Mikrofasertuch und bringt so die Verschmutzung der letzten Reinigung ungewollt auf die Okularlinse. Und selbst wenn man diese nach gebrauch in der Waschamschine wäscht, stellt sich die Frage, ob alle ggf. problematischen Verunreinigungen herausgewaschen sind und/oder bestimmte Substanzen vom Waschmittel usw. womöglich im Tuch stecken, die man dann unbeabsichtigt auf die nächste Linse wischt (mit ggf. ensprechend negativen Konsequenzen). Zudem haben wir festgestellt, dass die Reinigunsgwirkung von Optik-Mikrofasertüchern nur mit etwas stärkerem Anpress-Druck zuverlässig gelingt und da sehen wir wiederum die Gefahr einfach zu hoch, dass man durch Staub- oder Verunreinigunsreste die Linsenoberfläche zerkratzt. Weil die Gefahr des Verkratzens der Okular-Linsen besteht, halten wir auch nichts vom sogenannten Lenspen (Reinigungsstift für Optiken). In dem Spezialsamt des Lenspen können sich Staubkörner usw. fangen, die man bei nachfolgenden Okular-Reinigungen dann immer wieder über die Linse bewegt. Die Kimberly-Tücher kosten umgerechnet pro Stück nur 4 Cent, so dass man bedenkenlos für jeden Wischer über die Okular-Linse ein frisches Tuch nehmen kann. Mindestens sollte man aber bei jedem Wischer eine noch unbenutze Stelle des Tuches zum Reinigen des Okuklars nehmen. So beugt man maximal gut irgendwelchen Staub- und Schmutzverschleppungen vor und läuft kaum Gefahr, dass die Okular-Linsen unebemerkt Mikro-Kratzer abbekommen.

Mit einer großen Spritze aus der Apotheke befüllen wir die kleine Sprühflasche immer wieder mit dem Ethanol.

Okularlinsen-Reinigung Schritt für Schritt

► Schritt 1:

Mit dem Blasebalg das zu reinigende Okular auf der Linsenoberfläche von Staub kräftig freiblasen. Zuvor natürlich die Augenmuschel entfernen. (Hinweis: wir nutzen alle unsere Okulare generell und ganz bewusst ohne Augenmuschel (besseres Einblickverhalten, hyginischer und leichtere Reinigung)).

► Schritt 2:

Auf ein frisches einzelnes Kimberly-Wischtuch mit ca. 2-3 Sprühschüben Ethanol aufsprühen. Für die folgenden Schritte das Okular am besten in die Hand nehmen.

 

 

 

► Schritt 3:

Das Tuch mit der besprühten Seite auf die Okular-Linse legen. Dann mit einer Fingerkuppe die gesamte Linsenfläche mit sehr sanften Druck abtupfen, so dass die gesamte Linse mit Ethanol benetzt wird. Bei stärkerer Verschmutzung das Ganze kurz (ca. 10-20 s) einwirken lassen.

 

 

► Schritt 4:

Nun unter sehr sanften Finger-Druck das befeuchtete Tuch ganz leicht kreisend/wischend in kurzen Bewegungen über die Linse bewegen. Auch dieser Vorgang sollte bei nichtwasserdichten Okularen zügig vonstattengehen.

 

 

 

► Schritt 5:

Mit einem frischen Kimberly-Wischtuch unter sehr sanften Anpressdruck das Ethanol schrittweise mit kleinen kurzen Wischern entfernen. Bei jedem einzlenen Wischer eine noch unbenutzte Tuchstelle nehmen. Lange Kreisbahnen ohne abzubrechen erhöhen das Risiko, das man ein ggf. noch vorhandenes Staubkorn über die ganze Linsenfläche verreibt. Darum besser kurze Wischer mit immer einer neuen, frischen Tuchstelle.

 

 

► Schritt 6:

Reinigungsergebnis überprüfen. Bei schrägem Blickwinkel auf die Okularlinse sollten keine Verunreinigungen und auch keine Schlieren mehr sichtbar sein. Ggf. mit dem Blasebalg letzte Partikel wegblasen. Bei minimalen Rückständen die Linse ggf. schräg anhauchen und mit einem frischen Tuch die Feuchtigkeit mit kleinen Wischern entfernen. Unser Tipp: mit dem gerade verwendeten, ethanolbesprühten Tuch kann man auch gleich noch die Okular-Steckhülse reinigen.

 

 

► Schritt 7:

Falls auf der Okularlinse noch immer einzelne (dann wohl hartnäckige) Verschmutzungs-Rückstände sind, ein Kosmetikstäbchen mit Ethanol besprühen …

 

 

 

► Schritt 8:

… und die betreffende Stelle damit (ggf. mehrmals) betupfen und dann mit leichten Wischern die Verschmutzung versuchen zu entfernen. Ggf. nochmal mit einem frischen Kimberly-Tuch leicht über die Stelle wischen, bis die Linsen komplett schlierenfrei und sauber ist.

 

 

 

Ein hilfreicher Tipp – Anhauchen der Okular-Linse bei Schlieren:

Ist die Linse durch das Ethanol erst mal gut bis sehr gut entfettet, können leichte Rest-Schlieren (oder leichte Rückstände auf der Linse, die durch das punktuelle Betupfen mit einem Kosmetiktuch herrühren) wunderbar durch die Feuchtigkeit des eigenen Atems entfernt werden. Einfach sachte auf die Linse hauchen und dann den Wasserdampf recht zügig mit einem sauberen, frischen Kimberly-Tuch unter leichtem Druck mit mehreren Wischern entfernen (bzw. punktuell auch mit einem frischen Kosmetikstäbchen, mit dem man auch gut an den gesamten Linsenrand kommt). Ist noch Fett auf der Linse, ist das Anhauchen eher kontraproduktiv, weil Fett nicht wasserlöslich ist. Die Linse sollte vor jedem Anhauchen also sichtbar fettfrei (gemacht worden) sein. Und Speichel sollte beim Anhauchen auch keiner auf der Linse landen.

Der Vorteil der Kimberly-Wischtücher bei nicht-wasserdichten Okularen

Morpheus-, Docter- oder auch Explore-Scientific-Okulare sind wasserdicht. Die Linsen dieser Okulare kann man auch direkt und so lange mit Ethanol besprühen, bis eine geschlossene Flüssigkeitsschicht auf der Okularlinse ist. So können selbst hartnäckige Verschmutzungen problemlos gelöst und dann mit frischen Kimberly-Tüchern (und ggf. unter Zuhilfenahme von Kosmetikstäbchen; gerade für die Linsen-Ränder, wo man mit dem Tuch nicht so gut hinkommt) sauber gewischt werden. Man braucht sich keine Gedanken machen, ob die Flüssigkeit ins Okular eindringt. Okulare, wie z.B. die Tele Vue Delos, sind jedoch nicht wasserdicht. Hier leisten aber die Kimberly-Wischtücher exzellente Dienste. Denn diese saugen sehr stark und so zieht es den überschüssigen Alkohol durch die Kapillarwirkung eher in das gesamte Tuch hinein, als dass es entlang der Linsenkante ins Innere des Okulars gelangt. Zu lange sollte man deshalb das mit Ethanol besprühte Tuch nicht auf der Okularlinse belassen und hartnäckigere Verschmutzungen besser mit einem mit Ethanol getränkten Kosmetiktuch (je nach Bedarf mit der spitzen oder flachen Seite) betupfen und leicht kreisend wischen, bis sich die Verschmutzung löst. Bei nicht-wasserdichten Okularen gilt deshalb eher die Devise: weniger ist mehr und die Reinigung lieber in mehreren Reinigungsschritten durchführen und dabei immer nur jeweils wenig Ethanol auf die Linsenoberfläche bringen.

Manuel Philipp
abenteuer-sterne.de